Archive for August 2011

…entnervt…

29. August 2011

– Magensonde heut mal wieder im Schwall erbrochen, erst beim dritten Versuch legen können. Beim ersten Mal kam sie beim Mund wieder raus, beim zweiten Mal lag sie vermutlich nicht richtig, denn der Muck hat gequiekt, beim dritten Mal war sie drin.

– Milch läuft heut überhaupt nicht gut rein

– Schleim, Schleim, Schleim der ihn ärgert

– Wir kommen von der Flüssigkeit nicht gut hinterher

– sehr unruhiger Löwe

 

– Die Kinder sind extremst anstrengend grad, zanken sich in einer Tour *aaarrrrgh*

 

Ich bin entnervt.

 

 

 

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bitter

28. August 2011

Das Leben schmeckt gerade sehr bitter.

Gestern abend kam das mal wieder alles so hoch. Eine blöde Situation mit meinem Mädchen wo sie ihren Dickkopf durchsetzen wollte und ich Grenzen setzen mußte. Ein Kraftakt beiderseits. Eine Zerreissprobe für mich. Sie hat ihren Kopf auf. Aber manchmal kann man ihn nicht durchsetzen und das versteht sie noch nicht.

Aber ich habe es schon lange erkannt, dass alles was in der Familie gerade schief läuft, multikausal ist. Es hängt zusammen. Das ganze Umfeld krankt. Ich bin mir sicher, wäre alles gerade nicht so, wie es ist, wäre die Situation nie so zustande gekommen.

Ja, das Leben schmeckt gerade sehr bitter, habe ich eingangs geschrieben. Selten habe ich es so deutlich wie gestern abend geschmeckt und das Tränenmeer ausgiebigst bedient.

Ich wollte immer so eine tolle Mama sein. Ich war immer auf jedem Fußballspiel mit meinem Großen. Jetzt auf keinem mehr. Als er so alt war wie mein Mädchen, kannten wir alle Kinderlieder auswendig, kannten alle Klappen aus seinen geliebten Klappenbüchern, spielten wir Spiele. Mein Mädchen braucht Hilfe beim Rutsche raufklettern, was andere in ihrem Alter schon in Windeseile alleine machen. Sie steigt nicht alleine Treppe, obwohl sie es sicher schon lang könnte. Nein, nicht könnte, sie kann es. Aber wir sind es, die es ihr nicht zutrauen – aus Angst, dass sie runterfällt. Steintreppe. Gar nicht auszumalen, was passiert.Für alles andere bleibt kaum Zeit, nicht genug Gelegenheit.

Auf den Spielplatz zu gehen, da hatten wir bis jetzt nie die Gelegenheit. Ich konnte ja den Löwen nicht mitschleppen und auf einem Arm den Löwen und mit dem anderen sie auf der Rutsche begleiten mit einem Arm – nein, das ging nicht. Ich kann viel, aber ich stieß allzu oft an meine Grenze in der Vergangenheit.

All das, was ich jetzt mit meinen Kindern versäume, kann ich nicht mehr nachholen.

Mein Großer kam gestern aus dem Urlaub zurück. Er freute sich riesig, wieder zu Hause zu sein. Und wir freuten uns auch, dass er endlich wieder da ist. Am Abend hatte ich das Gefühl, er wäre am liebsten wieder weg. Das tut weh. Das tut so verdammt weh. Ich bin doch ein Muttertier, durch und durch. Zum Glück ergab sich gestern noch eine Situation, wo wir darüber reden konnten. Er ist was das aller hier gerade anbelangt sehr, sehr reif. Er hat sehr genaue Pläne von den letzten beiden Ferienwochen. Freibad, Freunde treffen, Fußballtraining, welches wieder in einer ganz neuen Mannschaft bereits vor einer Woche begonnen hat, wo er sich seinen Platz im Tor sichern mag, weil er da so gut ist und es ihm so gut gefällt und nun Konkurrenz droht. Er will jeden Tag etwas für die Schule tun, um einen guten Start zu haben – ich möchte ihn so gut es geht unterstützen und mir Exklusivzeit nur für ihn nehmen.

Wie wird das, wenn die Schule wieder losgeht? Alle starten ausgeruht von den Ferien frisch durch ins neue Schuljahr. Ich bin noch viel mehr im Arsch als vor ein paar Wochen. Dieses früh morgens Aufstehen zum Sondieren und jeden Tag noch so spät zu sondieren schlaucht mich. Ich konnte mich in den letzten Wochen nicht erholen.

Ich hab dieses System ja noch nicht ganz kapiert, aber offenbar  brauchen wir die höchste Pflegestufe, damit wir den Kinderkrankenpflegedienst stundenmäßig aufstocken können. Ist ja schon alles beantragt, der MDK war zwei Tage vor des Löwen Geburtstag da – ich bin gespannt, wann der Bescheid kommt. Wenn wir kein höheres Stundenkontingent für den Pflegedienst bekommen, weiß ich nicht, wie es weitergeht. Ja irgendwie ja schon, aber ich hab keinen Plan Vor allem nicht davon, wohin das führt.

Alles hat ja bekanntlich seinen Preis. Man hört ja immer mal wieder so blöde Sprüche, diese klassischen Weisheiten des Lebens. Da gibt es ja diesen „Im Leben ist nichts umsonst – außer der Tod“. Aber das stimmt nicht. Der Preis für den Tod ist in diesem Fall verdammt hoch.

Ich habe übrigens einige sehr wertvolle Gedanken zum Thema „Freunde – Kreislauf“ bekommen. Da waren einige Aspekte dabei, so hab ich das noch nie gesehen. Ich danke euch dafür. Ich würde gern jeder etwas mehr dazu schreiben, aber ich schaff es nicht. Das tut mir leid, aber es ist so. Hier liegt seit drei Tagen das Geschenk für meine liebe Mama und wartet auf Geschenkpapier. Ich schaff ja nicht mal das… ich wollte nur sagen, ich partizipiere sehr von euren Gedanken und sie gehen nicht ins Leere.

Es grüßt euch

die Löwenmama

 

Kreislauf der Freundschaften

24. August 2011

Ich habe was verstanden.

Wenn sowas wie hier bei uns passiert, ist alles im Umbruch. Manche Freunde sind plötzlich weg, nicht mehr da – warum auch immer. Ich verurteile es nicht, will es jetzt nicht bewerten. Ich betrachte es ganz nüchtern.

Andere Menschen, die man vorher nur flüchtig oder gar nicht kannte, stehen einem plötzlich sehr nah. In manchen Fällen entwickelt sich sowas wie eine Freundschaft.

Man fragt sich, wie man mit den „alten“ Freunden umgeht, die plötzlich nicht mehr präsent waren – man ist ja genauso ambivalent wie die auch. Aber nun ist es mir klar geworden.

Diese Freundschaften _können gar nicht_ einfach so fortgeführt werden, als wäre es nie passiert. Man kann – auch wenn der Löwe nicht mehr da wäre – nicht mehr anknüpfen.

Und ich habe nun auch verstanden, warum. Man durchlebt eine sehr krasse Entwicklung, die einen verändert. Die macht, dass man nicht mehr der oder die „alte“ ist. Alle, die den Weg mit uns gehen, erleben unsere Veränderung oder lernen uns gerade so kennen.

Alle anderen, die Teil unseres alten Lebens waren aber jetzt nicht da sind, verpassen diese Entwicklung und wir werden uns einfach fremd werden.

Ich lerne gerade sehr viel dazu. Auch, dass man manche Sachen so nehmen muß, wie sie eben sind.

Wir waren heute mit unserem Mädchen morgens auf dem Spielplatz. Es dauerte nicht lange, da kam eine Mama nach der nächsten und jede hatte mindestens ein Kind im Schlepptau. Es dauerte nicht lange und mir und dem Löwenpapa wurde es zuviel. Zu sehr erinnerte es uns daran, dass wir auch mit zwei kleinen Kindern hier sein könnten, wenn… ja wenn.

Wir sind aber direkt zum nächsten Supermarkt und haben Karotten und Kartoffeln gekauft und sind in den nächsten Streichelzoo, hier in der Nähe ist ein wunderschöner. Das war klug. Unser Mädchen hatte riesen Spaß dort und wir kamen doch noch etwas auf andere Gedanken. Aber nur etwas. Ganz kann man es nie in den Hintergrund schieben.

Es grüßt euch

die Löwenmama

P.S.: ein exklusiver Gruß an Frau V., unsere superliebe Physiotherapeutin, die morgen in den Urlaub fährt. Genießen Sie die Zeit – bis in zwei Wochen. Sie sind eine echte Perle!!

…ruhelos…

23. August 2011

Heute waren wir shoppen. Oder so ähnlich. Denn eigentlich hatten wir gar keine Lust drauf.

Jetzt in den Ferien – der Löwenpapa hat ja noch Semesterferien und bald geht das nächste Semester los und er ist wieder weg unter der Woche – nutzen wir die Zeit wenn der Kinderkrankenpflegedienst da ist und flüchten einfach ein wenig nach draußen. Aber so ganz abschalten kann man nicht. Diese Grundanspannung bleibt und hey, man ist ständig damit konfrontiert. Um einen rum sind überall fremde Kinder. Egal ob man shoppen, in den Zoo oder baden geht.

Man überlegt, wie alt wohl dieses Kind dort drüben im Wagen ist und das unser Löwe vielleicht jetzt auch so weit wäre. Dann sieht man wieder zwei kleine Kinder im Alter vom Löwen und seiner Schwester und bumms hat man wieder Tränen in den Augen, weil so könnte es jetzt bei uns sein. Ach das ist doch alles zum Heulen. Ich könnt schon wieder das Tränenmeer bedienen.

Der Löwenpapa ist grad auf dem Weg zum Kinderarzt ein Rezept holen. Wegen der Atemaussetzer bekommt der Löwe jetzt Sauerstoff bei Bedarf, damit er keinen Sauerstoffmangel hat und sich deswegen mies fühlt.

Heut ist es so heiß, ich kann gar nicht raus mit ihm. Gestern nachmittag waren wir draußen, aber obwohl ich ihn im Schatten hatte, ging die Temperatur direkt auf gut 38 °C hoch. Also wieder rein ins kühle Haus…

Grüße von der Löwenfamilie

die Löwenmama

100 Spritzen

20. August 2011

Irgendwie ist gerade soviel Ruhe eingekehrt, dass ich gar nicht groß was zu bloggen habe. Erst die Tage dachte ich mir, wie viele Monate wir in der ständigen Angst lebten, es könnte jeden Moment passieren, dass der Löwe uns verlässt. Es kam aber auch ständig was neues dazu, er verlor Fähigkeiten wie sehen, hören, er bekam Krampfanfälle, die Atemaussetzer, der viele Schlaf, die Spastiken, Nierensteine, Erbrechen im Schwall, die Temperaturschwankungen, … ständig kam was neues.

Inzwischen haben wir doch unsere Routinen und die bestehenden Baustellen meist im Griff. Es ist viel Ruhe reingekommen, wo lange Unruhe war. Das nimmt etwas den Druck raus. Aber nur etwas. Aber das ist gut. Hätte man mich zum Zeitpunkt der Diagnose gefragt, ob der kleine Löwe wohl seinen 1. Geburtstag feiern wird, hätte ich es nicht für möglich gehalten. Zu rasant ging es da bergab. Zu lang wäre mir die Zeit bis dahin vorgekommen. Wir haben uns kaum getraut bis zum nächsten Tag zu denken, geschweige denn länger im voraus zu planen.

Und das tun wir jetzt. Der 1. Geburtstag war etwas besonderes und nun wollen wir mit unserem Löwen gemeinsam Weihnachten feiern. 🙂 Und ich habe mich tatsächlich getraut, nicht nur eine Mindestmenge an Spritzen zum Sondieren vorzubestellen, sondern gleich eine 100er-Packung. 😀

Atemaussetzer hat er grad immer mehr und immer länger, der kleine Kerl. Zur Zeit verstärkt abends. Erst vorgestern fiel mir plötzlich auf, dass er eine ganz blaue Nase hat und das Munddreieck ganz dunkel verfärbt ist. Das macht einen hilflos und läßt einen immer wieder daran erinnern, wohin Morbus Krabbe letzten Endes führt. 😦

Auch wenn man weiß, dass der Löwe irgendwann einfach nicht mehr da sein wird, so schiebt man den Gedanken doch ganz gern zur Seite und nimmt den Moment einfach so, wie er ist. Ich für mich bin aber momentan auch wieder eher in so einer Phase, wo ich nicht gut weinen kann. Ich bin von meinen Gefühlen zu weit weg und im nächsten Moment überrollen sie mich regelrecht wie ein sehr heftiges Sommergewitter.

Die Fläschchen die ich mache, sind langsam regelrechte Cocktails. Fencheltee, Milchpulver, FM85, Macrogol, Luminaletten, Espumisan, Vitamin C… langsam brauch ich ne Liste, was wann zu geben ist.

Die Nächte sind auch gerade irgendwie blöd, bzw. leide ich unter chronischem Schlafmangel. Morgens Wecker an um 06.15 Uhr zum Sondieren und abends die letzte Mahlzeit teils bis Mitternacht. Nachts sind wir auch mind. einmal wach, oft ungefähr eine Stunde. Ich bin müde. *gähn*

Und der MDK war da – jetzt hoffen wir, dass wir eine entsprechende Pflegestufe bekommen, damit wir den Kinderkrankenpflegedienst aufstocken können. Der Löwenpapa ist ab Oktober nicht nur unter der Woche weg, sondern weit weg von uns und ich muß dringend meine Ressourcen bündeln. Das wäre eine wichtige Unterstützung.

Wenn nur auch endlich das Getöse mit der PKV geklärt wäre wegen des Kinderkrankenpflegedienstes… das wäre ja was. Das sitzt mir echt im Genick. *gna*

 

Es grüßt euch

die Löwenmama

Der Löwengeburtstag

15. August 2011

Welch herrliches Wetter wir hatten. Es war unglaublich schön. 😀

Schon morgens begrüßte uns die Sonne mit zarten Strahlen und wir konnten alles ganz in Ruhe fertig herrichten – wir waren die beiden Tage davor schon fleißig. Es mußte ja eingekauft, die Terrasse hergerichtet, Kuchen und Brote gebacken werden, und und und. Ihr wißt ja selbst, welche Arbeiten anstehen, wenn man ein großes Fest plant und es sollte einfach alles perfekt sein!

Wir konnten fein frühstücken, ein richtig schönes Geburtstagsfrühstück mit singen, Kerze, einer Rose für den Löwen und allem, was dazu gehört. Der Vormittag wurde für eine ultrafeine Ganzkörperwäsche/-massage und Fußmassage für den Löwen und den letzten Schliff der Vorbereitungen genutzt und wir freuten uns sehr, denn da tauchte auch schon ein Überraschungsbesuch auf – die liebe Physiotherapeuten des Löwen stattete ihm einen Besuch ab und brachte ihm eine Sonnenblume mit einem Löwen dran vorbei. Wie schön!

Gegen mittag trudelten die Gäste ein und jeder hatte etwas für den Löwen mitgebracht. Wir hatten einen tollen Geburtstagstisch, mit vielen Sachen drauf, die das Löwenbaby sehr gut gebrauchen kann. Ich muß vielleicht dazu sagen, dass wir nicht geübt darin sind, Sommerfeste bei uns zu feiern. Eigentlich war das die Premiere, denn der Rest der Familie sind „Winterkinder“.

Wir hatten auf der Terrasse eine lange Tafel aufgebaut, Lampions hatten wir aufgehängt, alles sah richtig schön aus, als es fertig eingedeckt war. Ein ganz buntes Kaffeegeschirr haben wir, Karaffen mit Zitronen-Eiswasser, mehrere Kuchen an einem separaten Buffett und der Geburtstags-Schokoladen-Kuchen mit einer „1“ aus Smarties, verziert mit bunten Streußeln und Gummibären, stand mitten auf dem Tisch. Erst wurde gesungen. Die Kerze blies der „Geddi“ (im schwäbischen der Taufpate) aus, der Löwe ganz dicht dabei.

Der Höhepunkt war sicher unser Geschenk an den Löwen. Wir verteilten nach dem Kaffee an alle Gäste viele bunte Gasballons und ließen sie mit vielen guten Wünschen in den Himmel steigen. Es war für uns und auch für einige Gäste ein überwältigender Moment – die Tränen liefen. Es hat mich einiges an Kraft gekostet, die Ballons fliegen zu sehen, aber es war gleichzeitig ein so unter die Haut gehender Moment.
Löwengeburtstag
Am Abend grillten wir noch, was das Zeug hielt und etwas später machten sich alle nach und nach wieder auf die Heimreise. Es war ein schöner Tag. Ein wirklich toller Löwengeburtstag.

Aber auch ein anderer Geburtstag, wie man sie für Kinder so üblicherweise feiert. Normalerweise sitzen sie mit am Tisch und pusten ihre Kerze – mit Hilfe – selbst aus. Spielen mit den Geschenken, es gibt Spielsachen – der Löwe bekam, was er gut gebrauchen kann – und Stofflöwen. 😉 Andere Kinder essen ihren Kuchen – notfalls alleine mit den Händen. Unser Löwe war mittendrin, aber entweder im Arm oder in seinem kuscheligen Bollerwägelchen mit einem grünen Gasballon dran, der lustig auf- und abwippte. Entweder wurde er von mir im Arm bekuschelt, weil er etwas jammerig war oder irgendjemand saß nah bei ihm und bedachte ihn mit Streicheleinheiten. Für gewöhnlich bedürfen die Gäste keines Trostes, es gibt keine Tränen zu trocknen… dieses Fest aber war anders, ach es war teilweise wirklich sehr schwer. Sehr bitter. Vor allem der Gedanke, ob es vielleicht sein erster und einziger Geburtstag ist, den wir feiern werden. Das macht mich sehr traurig.

Das, was uns wirklich am meisten freute war, dass es dem Löwen eigentlich echt gut ging. Die Milch ging von früh morgens bis zur letzten Mahlzeit verhältnismäßig gut rein, auch wenn es teils etwas dauerte, aber noch besser – sie blieb drin. Und ein riiiesen Stinker machte sich auf den Weg, auf den wir schon dringendst gewartet haben. Seit er das Ceres-Öl bekam, hatte er arge Verdauungsprobleme. Kein Stinker bedeutet schlecht sondieren. Darm voll, geht kaum was ins Bäuchle rein. Kaum war der Bauch leer, ging auch das Sondieren wieder gut. Das hatten wir übrigens unserer Hebamme – die auch zu Besuch war – zu verdanken. Sie hatte ihn kaum auf dem Arm, schon rumpelte es in der Hose.

Das tolle Wetter war ein Himmelsgeschenk. Es war zwar sehr windig, aber immer sonnig und schön warm, aber auch nicht zu warm, sonst hätte der Löwe rein müssen. Der Wind war sehr lebendig, so wie ich es wirklich mag, aber nicht so stark, dass wir nicht gut hätten draußen sitzen können. Kein Regentropfen!!

Wir waren überwältigt von den vielen Glückwünschen von euch. Von Herzen danke – wir haben sie an den kleinen Löwen weitergereicht.

Mit vielen lieben Grüßen verbleibend

Eure Löwenmama

Happy Birthday, kleiner Löwe!

14. August 2011

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Heute ist Dein Geburtstag, kleiner Löwe. Die Sonne soll für Dich scheinen, um die Wette.

Wir lieben Dich! Es ist so schön, das Du bei uns bist!!

Deine Mami, Dein Papi, der Große und die Kleine

…tränennass…

13. August 2011

Zwei Tage sind wir nun schon damit beschäftigt, den Löwengeburtstag vorzubereiten. Wir wollen ein richtig tolles Fest feiern. Es gibt Kuchen, Torte, Muffins und für den Löwen Nutella auf die Zunge, damit er auch was zum Schlecken hat. Abends wollen wir grillen.

Die Gefühlswelt ist aber nicht freudig aufgeregt wie sonst zu einem 1. Geburtstag, sondern eher tränennass. Immer wieder laufen sie plötzlich und füllen das Tränenmeer, in dem wir uns so verloren fühlen.Morgen haben wir genug Hände hier, die uns halten können. Das ist gut!

Das Löwenbaby scheint wieder etwas abzubauen. Bin mir noch nicht sicher, das geht immer so schleichend. Aber seit zwei, drei Tagen schleimt er wieder aus unerfindlichen Gründen und verdaut noch langsamer. Außerdem hat er abgenommen. Gestern haben wir mit Ceres-Öl ins Fläschchen geben angefangen zum Kalorien pimpen, aber heute hat er ganz komisch gestinkert und immer wieder gespuckt. Vorhin konnte ich nur Tee sondieren statt Milch. Und ständig wackelt irgendwas an ihm. Wie ein Tremor bei einem Parkinsson-Patient. 😦

Ich komme gerade nicht zum E-Mails beantworten. Gestern war der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkasse) im Haus, wir haben ja eine Pflegestufe beantragt. Irgendwas ist grad immer was vorbereitet sein will…

Edit: für den Löwen kam bei meinen Eltern ein Päckchen an – wir packen morgen aus… aber ich wollt vermelden für die bislang Unbekannte „es kam an“ und vorab ein Danke für den lieben Gruß. 😀

Eure Löwenmama

Löwengeschenk

8. August 2011

Das hier wollte ich euch übrigens nicht vorenthalten.

Eine meiner ausgezeichneten Alltagsengel hat das hier für meinen kleinen Löwen genäht.

Schaut selbst:

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Hier könnt ihr noch mehr von ihr sehen… http://www.mobi-kundenserver.de/theurer/web/index.php?show=11&nav_punkt=Made+By+Dani&unter_nav_punkt=Startseite&id=451

Der Weg

8. August 2011

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Ich bin gestern im Regen spazieren gegangen. Als ich loslief, regnete es noch nicht. Wie im echten Leben. Es schlägt sehr plötzlich um. Zuerst ist es ganz ok, dann wird es auf einmal kalt und ungemütlich. Aber ich ließ es zu, es fühlte sich lebendig an.

Beim Laufen dachte ich darüber nach, wie erwachsen ich gerade gemacht werde. Vielleicht erwachsener als ich je werden wollte. Ich schmecke den Tod.

Vor einer Weile hat mir eine ganz liebe ein paar mich sehr beeindruckende Zeilen geschrieben:

„Die Welt stürzt in Scherben und es ist nie mehr, wie es vorher war,
aber anders kann es auch gut werden. Vielleicht kannst du bald das kleine Licht am Horizont sehen.

In solchen Zeiten sind wir im Niemandsland, es gibt keine Wege, vieles scheint öd und unbewachsen unbewohnt.
Wir sind so schrecklich alleine dort, so nackt und verwundbar.
Wir werden vom Leben abgeschliffen, es fühlt sich an, wie bis aufs Skelett.“

Das trifft es ins Mark. Exakt so fühle ich mich schon lange.

Ich lief also diesen Weg oben auf dem Bild hinunter. Zuerst war es sehr naß und schmierig. Dann wurde er sehr steinig. Dann blieb eine Fahrrinne steinig und etwas unwegsam, die andere wurde sandiger und gut begehbar. Ich war schon drauf und dran die Fahrrinne zu wechseln und entschied mich doch noch, weiter die steinige zu laufen. Mein Weg ist gerade steinig. Den Lebensweg kann ich auch nicht einfach verlassen. Warum sollte er dann nicht sinnbildlich auch steinig bleiben?

Ich lief und lief und paßte gut auf, dass ich nicht strauchelte, stolperte. Manchmal war es doch etwas schwierig nicht umzuknicken. Aber ich stellte fest, da ich gemütlich lief und auch die sandige Rinne nicht schneller bestritten hätte, dass ich kaum langsamer vorankomme. Nur bedächtiger. Und als ich unten war, kam mir etwas in den Sinn. Ich ging jetzt diesen steinigen Weg, ich sah kaum nach rechts und links, denn ich mußte mich darauf konzentrieren, nicht zu stolpern und ich kam unten an und es war auch schön. Das heißt, wenn ich diesen Lebensweg bestritten habe, diesen Weg hinter mir liegen habe, kann es dort angekommen auch schön sein.

Es muß nicht schöner oder schlechter sein, als wenn der Weg leicht ist, das Ziel bekannt, das Ziel unbekannt. Es ist egal. Es kann auch schön sein, egal wie man es erreicht, wie man dort hinkommt, egal was hinter einem liegt. Es muß einem aber gelingen, wenn man angekommen ist, nach rechts und links zu blicken, sich Zeit nehmen, vielleicht dort angekommen rasten. Das möchte ich auch tun.

Diesen Stein fand ich gestern, ehe ich diesen Weg lief. Ich nahm ihn mit.
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Ich hab am Samstag eine Bleistiftzeichnung bekommen. Dieses Bild begleitet mich gedanklich auch gerade sehr. Es stellt einen Baum dar, der mit seiner Rinde in einen Maschendrahtzaun gewachsen ist. Ich habe hier ganz in der Nähe solche Bäume schon gesehen. Ich weiß aber nicht, ob sie noch stehen. Wenn ja, möchte ich ein Bild davon machen. Es ist so treffend. Über lange Zeit muß diese Verwachsung stattgefunden haben. Keine offene Verletzung, aber viele Narben, Spuren in der Rinde hat es dennoch hinterlassen. Ich fühle mich sehr ähnlich.

Danke fürs Zulesen. Danke auch für eure Kommentare, für E-Mails. Für Kerzen. Es beeindruckt mich sehr, wieviele Menschen an uns und unseren Löwen denken. Vielen Dank dafür.

Eure Löwenmama