Johannes 6. Geburtstag – mit Verspätung

Dieses Jahr waren wir an Jo’s Geburtstag im Urlaub, am Lago Maggiore. Es waren schöne, aber auch intensive Tage. Amelie erzählt uns täglich auf eine sehr berührende Art, was sie mit Jo und Elisa machen würde, überlegt was sie alles machen könnten, was sie dürften, ob Jo für ihren Lieblingsfilm schon alt genug wäre, ob er jetzt eingeschult würde, ob sie beide gemeinsam zur Schule laufen könnten, ob Elisa für die lange Rutsche noch zu kleine wäre… und so weiter und so fort. Sie hat für sich voll integriert, dass hier zwei fehlen, es macht sie auch traurig, aber auf diese selbstverständliche Art, wie Kinder eben trauern. Für den Moment, nicht mit dieser Tiefe und Schwere und dann ist es auch wieder gut. Aber ich fühle, sie wäre eine wunderbare große Schwester.

Ich habe für mich festgestellt, dass die Trauer durchaus anders wird. Dass sie in Wellen kommt und geht. Dass der Wellengang abflacht und der Schmerz gnädiger wird. Aber trotzdem sind da diesen schweren Tage, die einen vollkommen durchschütteln und man fühlt, so wirklich leichter wird es nicht.

Jo’s Geburtstag begingen wir mit vielen guten Gedanken. Und mit vielen Tränen. Wir haben Papierschiffchen gefaltet und sie am Abend mit einem Blütenherz und einer Kerze an den Lago gebracht. Was auch immer der Wind und das Wasser damit gemacht haben – es war richtig und gut so.


Somit ein verspäteter Gruß von hier zu überallhin… von zu Hause aus. Gebt alle gut auf euch acht und seid recht lieb gegrüßt von eurer 

Löwenmama

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4 Antworten to “Johannes 6. Geburtstag – mit Verspätung”

  1. meineschwestertotundichhier Says:

    Hallo Löwenmama,
    das klingt friedlich und schön, wie ihr den Tag verbracht habt. Amelie ist eine wunderbare große Schwester!
    Ich wünsche euch viele Tage, die mit guten Gedanken anfangen und viel Kraft für die schweren Tage.

  2. Jules * Says:

    Liebes Löwenbaby,
    es ist August, die Sternschnuppenzeit, ich schaue an den Himmel und denke an dich.
    Alles Gute, du! 6 Jahre bist du nun schon.

    Seit ich selbst Mama bin, fühle ich noch stärker mit dir, Löwenmama, und trete nun erstmals hier in Erscheinung.
    Wenn ich könnte, ich würde dir so gerne was gutes tun, ach, es hört sich sicher blöd an, „was gutes“… 😦
    Manches ist einfach, wie es ist. Auch wenn es nie so hätte sein sollen.
    Ich denk an euch.
    Jules*

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