Eine Lanze für Trauernde brechen

Ich hatte es im alten Jahr angekündigt ein wenig darüber zu schreiben, was ich letztens in einem Seminar über „sterben, Tod, Trauer“ regelrecht aufgesaugt habe. Der Referent hat absolut eine Lanze für Trauernde gebrochen und das tat mir so unsagbar gut. Ein wenig davon möchte ich zusammenschreiben – für mich, um es mir immer wieder mal durchzulesen und auch für euch, die ihr da draußen seid und auch trauert, in Trauer lebt, mit der Trauer lebt, überlebt oder wie auch immer. Und für diejenigen, die mit Trauernden umgehen. Und vielleicht auch unsicher sind, wie sie am besten mit Trauernden umgehen.

Ich schreibe völlig wertfrei. Wenn sich jemand Nichttrauernder angesprochen fühlt, meine ich das nicht persönlich. Das ist mir ganz wichtig, das zu sagen.

In der Trauer ist alles erlaubt. Von außen wird oft erwartet, das man auch sichtbar trauert, sichtbar traurig ist. Je nachdem, wo man lebt, erwartet man vielleicht sogar, das man in schwarz geht. Manche haben immer noch gedanklich ein Trauerjahr im Kopf. Und wenn dann das erste Jahr rum ist, dann könnte man ja mal wieder normal funktionieren. Trauert man dann aber immer noch oder sogar sehr stark, wird vermutet, dass man depressiv ist, dass man professionelle Hilfe braucht, besteht großes Unverständnis darüber, das man die Trauer noch nicht abgelegt hat. Das man noch nicht darüber hinweggekommen ist.

Ich weiß nicht, wie andere trauern, aber ich glaube, Trauer ist etwas sehr individuelles. Vielleicht ist es auch ein Unterschied, was man betrauert, wen man betrauert und wie alt man dabei ist. Vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon?

Das erste Jahr: das erste Jahr war sehr komisch. Ich schreibe jetzt nur von mir. Zuerst war ich sehr betäubt. Und ich konnte das gar nicht glauben, das es wirklich passiert ist. Ich brauchte wirklich viele Wochen, bis ich das realisieren konnte. Ja, Johannes ist wirklich gestorben. Und dann kam eine Phase, wo ich das so unglaublich fand, was uns passierte und ich saß da und fragte mich: „ist uns das _wirklich_ alles passiert“ und „gab es Johannes wirklich?“. Ich ging nach oben und sah nach, ob da tatsächlich seine Sachen sind, fühlte die Kette mit seinem Fingerabdruck an meinem Hals. Und ja, es gab ihn wirklich und ja, es ist uns wirklich passiert. Es ist ihm tatsächlich passiert. Ich mußte das für mich wirklich erst realisieren.

Erst kam eine erste Nacht ohne ihn, ein erster Tag ohne ihn, dann ein erstes Sonntagsfrühstück ohne ihn. Es folgte eine erste Woche ohne ihn, der erste Monat ohne Johannes. Das erste Weihnachten – ohne ihn. Kurz darauf ein erstes Silvester ohne den kleinen Stinker. Sieht er uns von dort oben? Nochmal richtig laut knallen? „Hey, da unten sind wir!!“

Die ersten Geburtstage ohne Jo, ein Ostern ohne Osternest für unser Baby. Ein Geburtstag ohne Geburtstagskind und dann ein Todestag. Ein ganzes Jahr ohne den kleinen Schnuckmuck.

Und dann war es rum. Das erste Trauerjahr. Das berühmtberüchtigte Trauerjahr. Und jetzt sollte ich darüber hinweg sein? Nein, ich war glaub noch nicht mal mittendrin.

In gängiger Trauerliteratur liest man, dass das zweite und dritte Jahr am schlimmsten sind.

Was ich erst ganz schlimm fand: zuerst war es „dieses Jahr ist unser Baby gestorben“, dann „letztes Jahr ist …“ und jetzt seit dem Jahreswechsel „vorletztes Jahr ist …“. So lang ist das schon her? Aber ich glaube, es war doch erst gestern.

Wie soll ich jemandem erklären, das ich so schrecklich traurig bin, das ich gelegentlich die ganze Welt vor Schmerz am liebsten zusammenschreien möchte, das ich am liebsten an seinem Grab stehen möchte und „Johaaannnnneeeees“ so laut schreien möchte, das es bis ans Ende der Welt zu hören ist?

Das ist verdammt nochmal nicht schon so lange her, das es vorletztes Jahr war?

„Langsam sollte sie doch jetzt drüber hinweg kommen“… munkelt man dann vielleicht?

Vielleicht komme ich nie darüber hinweg.

Kann man über so etwas hinweg kommen?

Muß man über so etwas hinweg kommen?

Nein, man muß nicht. Vielleicht kann man. Aber man muß es nicht. Und es ist normal, wenn man es nicht tut. Und es ist ein verdammtes Recht, nicht darüber hinweg zu kommen.

Und man ist nicht unnormal, wenn man nie über den Verlust eines geliebten Menschens, des gliebten Partners, des Kindes, … hinweg kommt.

Und ein Leben lang traurig ist.

Und ich wünsche allen Trauernden von Herzen, so lang traurig sein zu dürfen, wie sie es brauchen – vielleicht ein Leben lang. Aber dennoch leben und lachen und lieben. Um am Ende unterm Strich ein glückliches Leben gelebt zu haben.

Bei Angehörigen entsteht Hilflosigkeit, wenn Trauernde vermeintlich nicht über ihre Trauer hinweg kommen. Man möchte helfen und erwartet aber gleichzeitig, dass es besser wird. Das derjenige die Trauer hinter sich läßt. Aber er muß die Trauer nicht hinter sich lassen. Er darf sie weiter leben. Und auch mal nicht leben. Angehörige sind herzlich eingeladen, Trauer mit auszuhalten, anstatt sie auszumerzen, auch wenn es noch so schwer ist.

Es gilt nicht, Trauernde aus „Löchern“ zu holen. Es gilt Trauernden zuzuhören. Sich neben das Loch zu setzen. Dem Trauernden zu sagen „ich bin da, wenn ich was tun kann für Dich“, ihm Zeit zu geben. Bis er bereit ist da wieder auszukommen. Vielleicht mal zu sagen: „Hey, vergiß nicht, da draußen ist das Leben. Ich lade Dich ein, mal wieder teilzunehmen“ und irgendwann wird der Trauernde entweder einfach rauskommen oder sich raushelfen lassen.

Es tat mir so gut zu hören, das es kein richtig oder falsch trauern gibt. Das Trauer auch nach Jahren!!! nicht unnormal oder gar krankhaft ist. Das Trauer einfach ganz individuell ist.

Es ist nochmal etwas ganz anderes, wenn man seine Trauer als Recht in Worte fasst. Ich habe spontan für den Moment meine Gedanken hierzu mal zusammengetragen:

Du hast das Recht zu trauern, wie Du willst und es Dir gut tut.
Du hast das Recht zu weinen, so lange und wo Du willst ohne Dich Deiner Tränen schämen zu müssen.
Du hast das Recht auch nach Jahren traurig zu sein, als wäre es gerade eben passiert ohne Dich dafür rechtfertigen zu müssen, weil Du eigentlich schon darüber hinweg sein müßtest.
Du hast das Recht, Rücksicht zu erfahren, wenn Du nicht einfach funktionierst, nicht leisten kannst was man von Dir erwartet, weil die Trauer Dich blockiert.
Du hast das Recht, Dich für Deine Trauer nicht rechtfertigen zu müssen.
Du hast das Recht, dass man Rücksicht auf Dich und Deine Trauer nimmt.
Du hast das Recht zu leben. Dich am Leben zu erfreuen. Zu lachen. Oder auch vermeintlich nicht sichtbar zu trauern. Auch wenn Du ganz frisch Trauernder bist.
Du hast das Recht, glücklich sein zu dürfen.
Du hast das Recht Deine Trauer zu leben, wie es Dir gut tut. Du bist Du und es ist Dein Weg.
Du hast das Recht, Dir in der Trauer eine Auszeit zu nehmen, wenn Du Zeit für Dich und Deine Trauer brauchst oder die Trauer Dich lähmt.

Wenn man Probleme damit hat sich das zuzugestehen, ist das sehr wertvoll es in eigene Gedanken zu fassen.

Noch be-greif-barer wird es, wenn man es mit „Ich“ formuliert. Dann ist es nochmal viel, viel näher.

Es gibt zig Beispiele hierzu, von allen möglichen Verfassern. Im Buch, im Web, …

Hier kopiere ich etwas von einem „Unbekannten Verfasser“ rein, das ich im Netz gefunden habe. Es hat mich sehr angesprochen:

Du hast ein Recht auf deine Trauer

Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
musst nicht verdrängen, was dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat
und was du nicht ändern kannst.

Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen,
auf deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äußere Abwesenheit,
Du musst nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.

Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer
herausholen wollen, weil deine Trauer
sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.

Du hast ein Recht,
mit denen nicht reden zu wollen,
die dir ein schlechtes Gewissen machen
für deine Dunkelheit und Trauer.
Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen
unter Druck zu setzen versuchen.
Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.

Du hast ein Recht, dich zu wehren
gegen die, die dir sagen
was du fühlen darfst und was nicht,
die dich nicht als einzelnen,
sondern als Fall behandeln
und sich innerlich nicht wirklich
mit dir einlassen.

Vielleicht macht dich nichts so menschlich
wie deine Trauer.
Über sie kann ein Trauernder sich dir nähern
und auf Verständnis hoffen.
Trauern zu können ist eine Gabe.
Lass dir das Recht auf deine Trauer nicht nehmen
(Verfasser unbekannt)

    ***

Der Umzugsstreß ist noch nicht ganz abgefallen von uns und so ganz zu Hause fühlen wir uns hier im neuen Heim auch noch nicht. Eigentlich wollten wir nun ein wenig zur Ruhe kommen, aber das sollte nicht so sein. Der Löwenpapa hatte arge Rückenschmerzen, Arztbesuche und ein paar Untersuchungen die uns sehr an den Diagnostik-Weg mit Johannes erinnerten, was mich nervlich irgendwie ziemlich in alte Zeiten zurückgeworfen hat. Nächste Woche muß der Löwenpapa nun ins Krankenhaus und einen Eingriff über sich ergehen lassen. Das belastet mich schon sehr. Wo wir uns doch so sehr auf die Ruhe nach der Bauphase, nach dem Umzug gefreut hatten.

Ich weiß, wir haben einen ganz besonderen Schutzengel im Himmel. Und er hat ein Auge auf seinen Papa.

Hier brennt abends im Regelfall ein besonders drolliges Licht für ihn und zeigt unseren Besuchern schon von Weitem, dass hier ein Löwe wacht.

Es grüßt euch herzlich

die Löwenmama

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16 Antworten to “Eine Lanze für Trauernde brechen”

  1. K. Says:

    Du hast so Recht mit deinen Worten über die Trauer und den Umgang mit Trauernden. Das Seminar klingt sehr wohltuend für deine Seele und ich wünsche dir Menschen, die sich neben dich setzen und dich in deiner Trauer nicht stören, wenn du es nicht gebrauchen kannst. Ja, diese Rücksicht darfst du erwarten!

    Ich wünsche den Löwenpapa schnell gute Besserung und der ganzen Löwenfamilie ein gutes neues Jahr.

  2. regenbogenlichter Says:

    Du sprichst mir damit aus dem Herzen. Stimmt, Trauer kann man nicht an einer bestimmten Zeit festmachen, jeder sollte die Zeit bekommen zu trauern und schwarze Kleidung sagt gar nichts, was man im Herzen fühlt. In manchen Ländern ist die Trauerfarbe auch weiß.
    Danke für deine Worte, sie haben mich sehr berührt und ich will sagen, ich bin da, in Gedanken.
    Dem Löwenpapa alles Gute und dass es ihm bald besser geht.

    Liebe Grüße
    Ute

  3. Nicole Says:

    Trauer entzieht sich aller Regelhaftigkeit…..und was keine Regel hat kann man nicht kategorisieren, auch wenn die Literatur das oftmals versucht.
    Der Mensch will begreifen und vergisst dabei oft zu fühlen.
    In Zeiten in der aber das Fühlen sehr sehr schmerzhaft ist, sucht der Mensch Halt und sucht deshalb nach Schemata (also Regeln).
    Insofern ist das mit der Trauer ja auch irgendwie ein Kreislauf….und leider benötigt es eben Zeit diesen zu durchbrechen (was bedeutet,dass man erstmal erkennen muss, dass man sich in solchem befindet….).
    Dies kann man leider nur selbst und dafür braucht man Zeit.
    Schön, wenn man Menschen hat, die dann mit einem neben dem Loch sitzen…….

    Ich denke, die Existenz der Gefühle muss niemals gelöscht oder genullt werden.
    Im Herzen darf man in sich tragen, was immer man selbst will – völlig selbstbestimmt!
    Die Aufgabe der Trauer ist unter anderem für das zu Betrauernde den richtigen Platz finden, eine neue Existenz zu definieren um ein Stück weit in Frieden und ein Stück weit in Akzeptanz zu kommen.
    Intergration ist der Schlüssel, keine Separation von Gefühlen…..
    In diesem Sinne meine Liebe….Dein Geschriebenes ist sehr, sehr schön!
    Ich umarme Dich und habe Dich im Herzen
    Deine Nicole

  4. Muschelsucher Says:

    Ein wunderbarer Text, den Du hier geschrieben hast. Ein Denkanstoß in jede Richtung. Allerdings ist tatsächlich die Frage, ab wann man im Zuge der Akzeptanz nicht mehr weggucken darf, sondern sich tatsächlich auch für die Trauenden für professionelle Hilfe einsetzen soll, damit die Grenze zwischen behandlungsbedürftiger psychischer Zustände und „normaler Trauer“ erkannt werden können. Daran hängt ja gerade bei Eltern weiterer Kinder auch das Wohl und Wehe der restlichen Familie.

    Liebe Grüße

  5. Anke Says:

    Das hast du sehr schön formuliert, und danke, das du uns dran teilhaben lässt. Gerade der 1. Abschnitt trifft so sehr auf mich zu, erst das „Luca ist tot“ – “ ist es uns passiert“ – und dann auch die Frage – war er überhaupt da ? Auch das, obwohl es sich ja wirklich komisch liest, passiert mir heute noch – ich muss ihn mir manchmal wirklich ins Gedächtnis rufen, dann wieder ist es total präsent.

    Mir wurde mal von einer Psychologin, bei der wir wegen unseres Großen waren zwecks Trauerarbeit gesagt, in der 1. Sitzung – ja, jeder trauert anders – als es bei ihr nicht so gut lief und wir wechseln wollten, hieß es an mich gerichtet: „Sie trauern ja auch überhaupt nicht!!!“ – auf meine Frage, wie sie darauf käme – weil ich nicht bei ihr geweint hätte ….. und das von einer Psychologin, da findet man keine Worte…..

    Ich habe eine Freundin, die hat vor 14 Jahren ihre Tochter durch plötzlichen Kindstod verloren, ich hab sie erst nach Lucas Tod kennengelernt – sie trauert auch heute noch, natürlich, mal mehr mal weniger und lässt sich da auch von niemandem reinreden….

    Für Euren „Nach-Umzugs-Stress“ und den Eingriff beim Löwenpapa alles gute …..

    LG
    Anke / babyluca2002

  6. tigerundbaer Says:

    Liebe Löwenmama,
    Dein Text ist so wunderbar, trifft genau meine Stimmung und meine Gedanken im Moment. Danke dafür.
    Ich kann gerade selbst keine großen Worte formulieren … aber ich möchte Dich fragen, ob ich Deinen Text in Maditas Blog verlinken darf. Weil es stimmt und weil es passt und auch weil ich Dir danken möchte für Dein treffendes Formulieren.
    Dem Löwenpapa alles Gute, Euer Schutzenge wird sicher gut Acht geben …
    Sei umarmt, wenn Du magst.
    Mareike

    • loewenbaby Says:

      Hallo liebe Mareike,

      irgendwie scheinen wir alle ganz ähnlich zu fühlen.

      Gerne darfst Du es kopieren oder verlinken. Ich würde mich über eine Quellenangabe freuen.

      Ich drück Dich ganz lieb, wenn ich darf

      Deine Doris

  7. Mit der Trauer leben | Madita Löwenherz Says:

    […] und In-Sinnvolle-Worte-Fassen gerade sehr schwer fällt, darf ich ihren Artikel hier verlinken: Eine Lanze für Trauernde brechen. Lest doch einmal dort hinein, wenn Ihr mögt […]

  8. alisia1 Says:

    Du hast so Recht. Ich habe kein Kind verloren. Aber meinen Papa – als ich 14 war. Das ist jetzt genauso lange her, wie ich ihn kannte. Und es tut immer noch weh. Jeder Meilenstein in meinem Leben – Abi, Diplom, mein Sohn, Hochzeit – macht es schlimmer, weil er fehlt. Immer.

    Ich kann es nur so ausdrücken: Es wird niemals gut. Vermutlich.

    Danke für den Text. Und euch alles Gute. Wenn man das so sagen kann.

    • Verena Says:

      Als ich damals erfuhr, dass mein kleiner Sohn, mein kleines Baby schrecklich leiden und sterben muss, war mein erster Gedanke:
      wird es jemals wieder gut werden? aufhören, weh zu tun? werden wir je wieder glücklich sein können?

      Nein- das ist die erschreckende Antwort. Nie mehr so.
      Nie mehr so unbefangen, zuversichtlich, unerschütterlich.

      Aber vielleicht irgendwann wissender, lassender, dankbarer für Weniger. Hoffentlich.

      Alle Kraft, alle Liebe und alles Glück Euch und uns allen.

    • loewenbaby Says:

      Danke, Dir auch alles Gute. Doch, das kann man so sagen. Wir versuchen wirklich viel Gutes in unser Leben zu bringen. Im Nehmen und Geben. Ich glaube, sonst ginge es nicht mehr weiter…

      Ich drück Dich ganz lieb

      die Löwenmama

  9. Erdbeer Says:

    Danke für diese wunderbaren Zeilen!

  10. Corinna Says:

    Ein wunderbarer Text, dem ich in allem zustimmen kann. Auch ich habe schon Menschen verloren, die mir sehr nahe standen und ich bin immer noch traurig darüber. Ich denke nicht an jedem Tag an sie oder darüber nach, was sein könnte, wenn sie noch da wären, aber die Erinnerung an sie ist immer irgendwo gegenwärtig, und sie überfällt mich oft, wenn ich es am wenigsten vermute.

    An meinen Großvater schreibe ich seit 16 Jahren immer noch Briefe, die er nie lesen wird. Aber ich fühle mich besser damit.

  11. schildkroete Says:

    Liebe Löwenmama,

    auch ich möchte mich sehr für Deinen Text bedanken.
    Ich arbeite beruflich sowohl mit depressiven als auch mit trauernden Menschen und auch mit Menschen, die von Beidem betroffen sind. Ich durfte und darf viel von diesen Menschen lernen, gerade auch, wie unterschiedlich Trauer ist.
    Ich finde es aber wichtig, genau hinzuschauen, ob auch eine Depression dazu gekommen ist (oder auch schon da war), da es dann doch einen andere Art der professionellen Hilfe braucht. Ich denke, dass Trauern in einer Depression kaum möglich ist, da die Kraft dafür fehlt. Viele Menschen, die ich begleitet habe, konnten erst nach ihrer Depression „richtig“ trauern.
    Ich wünsche Dir immer Raum und Menschen bei Dir für Deine Trauer und Deinem mann alles Gute für den Eingriff.

    Herzliche Grüße
    Sabine

  12. "ella" Says:

    Danke für diese Gedanken. Auch für jemanden, der glücklicherweise nicht trauern muss sehr sehr wertvoll!

    lg, ella

  13. enduniel Says:

    Danke, für die „Erinnerung“, dass man das Anrecht hat.

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