„Mama, ich bin der Wind!“

„Mama, ich bin der Wind! Die Marienkäferchen sind mir ein bißchen langweilig geworden. Deswegen siehst Du keine mehr. Aber mit dem Wind kann ich runterschmeißen und aufheben spielen.

Ich kann sogar Türmchen umwehen. Das hat so gerummst und einen riesen Spaß gemacht! Hast Du es gesehen? Schimpf nicht, ich hab schon aufgepasst, dass sich niemand weh tut!

Mit dem Wind kann ich Dich sogar streicheln, wenn die Sonne ihn ganz warm gemacht hat. Ich weiß, das Du das so sehr magst und genießt!

Wenn ich mit dem Wind genug gespielt habe, spiel ich ein bißchen mit dem  Wasser weiter und mach alles naß, manchmal auch Dich! Und dann male ich ein paar bunte Bögen an die Wand Deiner Welt. Du freust Dich immer so darüber.“

Ich schrieb einmal, dass mir irgendwann von meinem Kind nicht mehr bleiben wird, als das Singen im Wind. Johannes scheint zur Zeit eine sehr besondere Vorstellung davon bekommen zu haben. Selten hab ich es so stürmisch erlebt wie zur Zeit. Marienkäferchen sehen wir gar keine mehr. Aber das macht nichts! Dafür gibt es umso öfter Regenbögen.

Auf unserer Baustelle ist letzten Samstag eine sehr hohe Wand durch eine Windböe umgeblasen worden. Es gehörte eine Horde an Schutzengeln dazu, dass die drei Bauarbeiter nicht darunter gerieten. Was waren wir froh! Manchmal könnte man meinen, irgendwer hat seine kleinen Fingerchen im Spiel…

Danke für alle Regenbögen, Sonnenstreichler und Windspiele…

Das ist Johannes neuestes „Spielzeug“. Ich kam kürzlich einfach nicht dran vorbei…

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Es grüßt euch herzlich

die Löwenmama

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3 Antworten to “„Mama, ich bin der Wind!“”

  1. orchidee Says:

    Das ist ein ganz besonders berührender und wunderschöner Eintrag. So wunderschön und zugleich so unglaublich traurig.
    Vorgestern habe ich einen ganz strahlenden Regenbogen gesehen und dabei ganz fest an euch gedacht!
    LG orchidee

  2. Kerstin Says:

    Liebe Löwenmama,

    letzte Woche habe ich hier bei uns sogar 3 Regenbögen auf einmal gesehen. Ich hab sofort an´s Löwenbaby gedacht und mich gefreut, das er seiner Mama die Welt bunt anmalt.

    lg. Kerstin

  3. Nicole Says:

    – Guten Tag, sagte die Blume. – Wo sind die Menschen?, fragte höflich der kleine Prinz. – Die Menschen? Ich habe sie vor Jahren gesehen. Aber man weiß nie, wo sie zu finden sind, der Wind verweht sie. –
    Antoine de Saint-Exupéry

    Ist es nicht irgendwie so?
    Wir kommen und wir gehen und irgendwie sind wir wie der Wind.
    Aber ich finde so, so wichtig ist, dass wir im Herzen sind und somit immer wieder Zeichen geben können.
    Auch wenn wir gehen müssen, wir bleiben im Herzen.
    Denn (und auch das sagt Antoine de Saint-Exupéry) : – Man sieht nur mit dem Herzen gut. –
    Dein Herz sieht Johannes, in so vielem und das ist wunderschön!
    Liebe warme Sommergrüsse
    Nicole

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