Ruhelos wie ein Wolf im Käfig

Die Zeit schreit nach Umbruch. Ich fühle mich, als würde ich auf der Stelle treten. Fühle mich total blockiert, verloren, finde mich nicht.

Fühle mich ziellos. Der Kalender als roter Faden, der sich durchs Leben zieht. Nichts drin wirklich wichtig. Geburtstage innerhalb der Familie. Ja, die sind wichtig. Weihnachten. Silvester. Neues Jahr.

Soll das alles sein, frage ich mich?

Warum verdammt nochmal finde ich mich nicht (wieder)? Wie geht`s weiter? Wo ist der wirkliche rote Faden?

Wann fängt Leben wieder an? Wo ist hier der Ausgang?

Ich bin so traurig, Johannes. Ich vermisse Dich so sehr! Ja, da ist es doch, das Gefühl. Das Bild hatte ich schonmal, das Bild dieser Hündin, der man ihren kleinen Welpen weggenommen hat und die nun sucht. Ruhelos ist und sucht – und nicht findet. Mein Baby ist weg. Einfach weg! Ich vermisse es so!

Heute ganz hilflose Grüße

eurer Löwenmama

Advertisements

Schlagwörter: ,

7 Antworten to “Ruhelos wie ein Wolf im Käfig”

  1. Gerda Hirsch Says:

    Ach Du liebe Löwenmama,

    in Deinen Zeilen kann ich den großen Schmerz und die Verzfeiflung spüren.
    Ich finde keine tröstende Worte.

    Ich schick Dir eine Umarmung,
    Gerda

  2. Erdbeer Says:

    Liebe Löwenmama,
    das kann ich gut nachvollziehen, wenn einem plötzlich ein sehr sehr wichtiger Teil vom bzw. zum Leben fehlt, dass man sucht, auch wenn er nicht mehr gefunden werden kann.
    Ich wünsch dir, dass du den Weg auf den roten Faden wieder findest, vielleicht einfach auch nur einmal für ein paar Momente am Tag.
    Johannes fehlt und nichts kann und darf ihn ersetzen :-((
    Ich denke ganz oft an euch!

  3. Brisu Says:

    Liebe Löwenmama,

    Du hast deinen kleinen Löwen 9 Monate unter deinem Herzen getragen und weitere 13 Monate im Arm gehalten. Zwischen euch ist ein einzigartiges Band der Liebe gewachsen. Und was sind dagegen diese letzten zwei Monate ohne ihn? Da kann es doch noch gar nicht besser sein. Es wird sicher noch eine ganze Zeit dauern, bis du die schwerste Trauer überwunden hast, und du wieder einen roten Faden findest, an dem du dich orientieren kannst und wo du für dich ganz neue Aufgaben und Herausforderungen erkennst und du dich am richtigen Platz fühlst.

    Die Freundin meiner Mutter hat ihren Mann innerhalb eines Jahres durch Krebs verloren. Nach einem Jahr traf ich sie, und als ich sie fragte, wie es ihr geht, antwortete sie ungefähr so: „Weißt du, viele fragen mich das nach einem Jahr gar nicht mehr. Sie denken, ich hab mich doch jetzt an ein Leben ohne ihn gewöhnt und wundern sich, dass ich immer noch so traurig bin. Aber weißt du, es geht mir schlechter denn je, ich vermisse ihn sooo sehr.“
    Inzwischen ist sie wieder eine fröhliche Frau mit einer wahnsinnns Ausstrahlung, in der die Freude und Liebe aus allen Knopflöchern quillt. Sie ist durch eine sehr schwere Zeit gegangen, die nicht einfach auslöschbar ist, es ist ein Teil von ihr! Aber sie ist daran innerlich gewachsen. Und sie wäre nicht der Mensch, der sie heute ist. Und das braucht Zeit, Zeit, Zeit…
    Dein Löwe ist erst vor ein paar Wochen gegangen. Gib dir alle Zeit, die du brauchst und mach dir selbst keinen Druck. Erwarte nicht zu viel von dir. Neben aller Trauer musst du ja auch nebenher noch „funktionieren“ und das kostet Kraft.

    Eine Riesenportion von allem, was du jetzt gerade brauchst sende ich dir!

  4. aliena Says:

    Liebe Löwenmama,
    heute will ich wieder etwas niederschreiben hier bei dir. In den vergangenen Wochen hab ich hier immer nur gelesen – und nach wie vor mindestens einmal am Tag an dich gedacht.
    Es gibt keine Worte, die dich in deinem Schmerz trösten können. Es muss sich anfühlen, als sei ein Teil von dir eine offene Wunde, stelle ich mir vor. Immer immer immer diese Wunde. Auch wenn das sonstige Leben weitergeht und du daran teilnimmst. Wenn ich dir nur einen ganz kleinen Teil dieses Schmerzes nehmen könnte.. Ich kann es nicht und lass dir deshalb nur meine guten Gedanken und eine Umarmung hier.
    aliena

  5. Gabriela25 Says:

    Liebe Löwenmama,

    dein großer Schmerz und deine Verzweiflung gehen mir sehr ans Herz.
    Ich würde dir so gerne etwas tröstliches sagen, aber leider gibt es derzeit wohl nicht viel, dass dich trösten kann.
    Ich möchte dir einfach gerne sagen, dass ich an jedem Tag an dich und Johannes denken muss und mir wünsche, dass es ihm nun gut geht und dass du aus dem Labyrinth findest.
    Es macht mich unsagbar traurig und wütend, dass ihr diese schreckliche Krankheit durchmachen musstet und wie sehr es dich aus der Bahn geworfen hat.

    Ich glaube es ist sehr gut, dass der Kalender als roter Faden funktioniert. Du brauchst ein bisschen Halt um dich durch den Alltag zu navigieren, da kann ein Kalender nicht verkehrt sein.

    Ich möchte dir Kraft, gute Gedanken und Umarmungen schicken.

    Verzweifle nicht – du bist eine starke Frau und eine neue Normalität wird sich mit der Zeit finden.

    Viele Grüße
    Gabriela

  6. K. Says:

    Liebe Löwenmama,
    als ich gestern wegen meinem Husten schon vor dem Wecker aufgewacht bin, wurde mein Mann auch wach und wir haben erzählt. Ich hab ihm von euch und dem Löwen erzählt und was mir alles eingefallen ist.
    Und du schreibst von deiner Ruhelosigkeit und ich seh dich wieder zwischen den Trümmern…

    Ich denk an dich!

  7. Maikaeferchen Says:

    Liebe Löwenmama,
    leider finde ich auch keine annähernd tröstenden Worte.
    Aus deinen Zeilen kann ich ganz deutlich deinen Schmerz heraus lesen. Es muss sich anfühlen, als wenn man in einem Labyrinth aus Schmerz, Trauer und Verzweiflung gefangen ist.
    Ich schicke dir ganz viel Kraft und eine virtuelle Umarmung.
    Maika

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s