Wiedergeburt oder was?

Irgendwann im Leben findet jeder für sich zu einem Glaubensentwurf, was das Thema „Tod und was danach“ anbelangt. Irgendwann wird einem klar, dass das eigene Leben endlich ist und man braucht etwas, an was man glauben kann, wie es wohl danach weitergehen wird.

Für die einen ist es der Himmel, für die anderen ist es einfach ein anderer Ort, an den man geht. Für manche endet es einfach, schwarz, weg, fertig. Andere glauben an Wiederburt.

Ich glaubte immer an Wiedergeburt. Der Gedanke, einfach nur weg zu sein, gefiel mir nie. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber ich hatte auch schon sehr realistische Träume, aus denen ich mir ziehe, dass ich sicher schon zwei Mal gelebt habe, ich daran zumindest Erinnerung habe, auch etwas davon in mein jetziges Sein mitgenommen habe. Das war hauptsächlich der Grund, wieso ich an Wiedergeburt glaub(t)e.

Ja, es war auch immer ein unerträglicher Gedanke, dass ich dann einfach weg bin. Ich will nicht einfach weg sein. Ich will nicht, dass es aufhört. Vielleicht im hier und jetzt, aber nicht ganz. Es ist ja auch tröstlich, wenn man ne Pause macht und dann stürzt man sich in ein neues Leben.

Und jetzt mein Löwe. Es war nur so kurz hier. Und jetzt soll er wiedergeboren werden, wenn ich das noch weiter glauben will? In eine andere Familie? Von wem anderes geliebt werden? Mir treibt es die Tränen in die Augen. Unerträglich ist mir jetzt das zu denken.

Was ist denn jetzt mit meinen tollen Vorstellungen vom Tod? So toll hatte ich mir das zurechtgedacht. Aber der Gedanke, dass mein kleiner Löwe irgendwo anders geboren wird und lebt und ich ihn nicht haben kann ist furchtbar.

Wem das zu esoterisch angehaucht ist, klicke halt weg. Für mich hat das null mit Esoterik zu tun. An den Himmel dürfen die anderen ja auch glauben… das ist für mich nichts anderes.

Ja was glaub ich denn jetzt? Bleib ich dabei ist`s blöd, bleib ich nicht dabei, ist`s auch blöd. Andere glauben und sagen das ja auch, dass man sich nach dem Tod wiedersieht. Also doch im Himmel? Nichts mit Wiedergeburt? Das war`s dann?

Ich sag ja, das ist alles ein Labyrinth. Egal, wie man es dreht und wendet – aus der Nummer kommt man nicht raus.

Verwirrte Grüße von

der Löwenmama

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9 Antworten to “Wiedergeburt oder was?”

  1. impatient Says:

    liebe löwenmama,
    ich kann dir leider keine antwort auf deine fragen geben bezüglich dem was nach dem td kommt, denn da hat wohl jeder seine eigenen vorstellungen. möchte dir aber eine dicke umarmung schicken. ich wünsche dir, dass du eine erkenntnis über den tod und alles danach gewinnst, mit der du leben kannst und die nicht dein herz quält.

  2. Lavinia Says:

    Liebe Löwenmama, es gibt bei den alten griechischen Philosophen eine Theorie, die besagt, dass man aus Atomen besteht und nach dem Tod in eben diese zerfällt. Diese Atome verteilen sich dann und finden überall dort halt, wo sie gebraucht werden: In Tieren, Pflanzen, dem Gras, dem Sand, dem Stein, dem Schmetterling, dem Marienkäfer… Ich finde diese Vorstellung sehr schön, denn so finde ich die geliebten Menschen, die mich verlassen mussten, in allen schönen Momenten meines Lebens.
    Was du davon hältst, bleibt natürlich dir überlassen, ich möchte dir damit nur einen kleinen Denkanstoss geben. *freunde*

  3. "ella" Says:

    Ich habe ein ähnliches Glaubensmodell wie Du.

    Zeit – in der Form, wie wir sie erleben – existiert in meinem Glaubensmodell so nicht richtig. Ich glaube, dass es so etwas wie Zeit „dort drüben“ nicht gibt, das Empfinden, dass Jahre lang sind, und Tage kürzer. Die „Pause“ zwischen Leben. gleich-gültig, ob es Tage Jahre oder Jahrhunderte sind.

    Was, wenn euch der kleine Löwe weiter durchs Leben begleitet, wie ein Schutzengel, wie Liebe, die halt keine für uns sichtbare Gestalt hat? Die fühlbar, aber nicht greifbar ist? Weil er euch am Ende Eures Lebens abholen und „danke!“ sagen will? Wer weiß, ob ihr nicht im nächsten Leben wieder aufeinander treffen werdet?

    Ich glaube dran, dass Seelen, die einander lieben – immer wieder aufeinander treffen, in anderen Rollen, mit anderen Aufgaben, aber immer wieder. So wie eine geborene Familie immer wieder zusammenkommt, so glaube ich, dass auch eine Seelenfamilie immer wieder aufeinander trifft.

    Ob Dir der Gedanke hilft, oder sich für Dich richtig anfühlt, ich weiß es nicht. Aber ich wollte ihn dir unbedingt mitgeben.

    Alles Liebe, ella

  4. Gerda Hirsch Says:

    Hallo liebe Löwenmama,

    ja ein schwieriges Thema, mit dem ich mich gerade auch sehr beschäftige.

    Ich glaube zuerst einmal das wir auf der Erde jeder so seine ganz eigene Aufgabe/Thema haben.
    Ich merks immer so schön an meinen 3 Kindern, alle 3 wachsen unter gleichen Bedingungen auf, und jedes von ihnen ist doch so ganz anders.
    Jedes Menschlein hat sein ganz eigenes Thema hier auf Erden.

    Ich hab ja auch ein ganz besonderes Menschenkindlein, es hat so einiges an verschiedenen Sachen mit auf die Erde gebracht.
    Ich frage mich, was ist sein Thema in diesem Leben?
    Wir lernen so viel von Ihm, er ist so besonders.

    Was ist der Sinn des Lebens?
    Für mich sind Kinder das aller aller sinnvollste.
    Dann bin ich überzeugt das wir uns entwickeln müssen geistig, und wann entwickeln wir uns, in Krisen.

    Ich bin überzeugt das alles einen Sinn hat, auch wenn nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

    Und was kommt danach, eine gute Frage.
    Ich mache mir auch sehr viele Gedanken, ich glaube das es sehr sehr schön.Ich glaube auch an Wiedergeburt.
    Ich habe mich noch nicht festgelegt, es ist noch am wachsen.

    Ich denke unbekannterweise sehr sehr viel an deinen kleinen Löwen, und wo er jetzt wohl sein mag……..

    Ich drück Dich liebe Löwenmama,

    Gerda

  5. Brisu Says:

    Ich weiß nicht, wie ich dir das schreiben soll. Aber wenn ich es nicht schreibe, mach ich mir später Vorwürfe, geschwiegen zu haben.
    Ich glaube an den Gott der Bibel und daran, dass es Sein größter Wunsch ist, mit uns Menschen Gemeinschaft zu haben, in Freundschaft zu leben. Dazu hat er uns eigentlich auch geschaffen, als sein Ebenbild, sein Gegenüber. Dann kam der „Sündenfall“, das sich Abwenden von Gott. Und damit wir wieder diese Gemeinschaft haben können, hat er alles gegeben, was ihm lieb und teuer war, seinen einzigen Sohn, „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie her gab, damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh.3,16)
    Du fragst dich sicher, wieso ich das in dem Zusammenhang schreibe. Aber ich glaube, das dein kleiner Löwe jetzt wieder beim VATER im Himmel ist, der ihn wunderbar gemacht hat, auch wenn sein Leben so kurz und schwer war. Dein kleiner Löwe ist schon am Ziel, im Gegensatz zu uns. Es geht ihm dort sooo gut! Das Leben hier ist nur eine kleine Zeitspanne im Vergleich zur Ewigkeit. Es ist nur die Zwischenzeit.

    Alles andere klingt für mich zu trostlos! Ich wollte dir das einfach mitteilen, weil es zutiefst mein Glaube und meine Hoffnung ist. Vielleicht kannst du ja daraus neue Hoffnung schöpfen… aber wenn du damit gar nichts anfangen kannst, dann klicke einfach weg oder lösch es wieder 😉

    Liebe Grüße und ne neue Portion Kraft und Trost!
    Brisu

  6. Smilla Says:

    Liebe Löwenmama!
    Ich bin nach langer Beschäftigung mit dem Tod für mich darauf gekommen, dass es „Drüben“ einen ganz anderen Zeitbegriff gibt als hier. Für dich ist es ein ganzes Leben, für deinen Löwen nur einen Wimpernschlag, bis ihr euch wieder habt.
    Und so passt es auch, dass ihr zusammen dort bleibt odet gemeinsam wiedergeboren werdet. Ihr seid Mama und Sohn, so war es, ist es und so wird es bleiben.
    Alle guten Gedanken für dich,
    Smilla

  7. Mimo Says:

    ich habe mal vor einiger Zeit meine Gedanke in einem Gedicht verfasst:

    „ich liebe dies Welt.
    ich werde aus ihr heraus geboren
    lebe durch sie hindurch
    und sterbe am Ende wieder in sie hinein“

    Ich glaube an ein „Weiter“ nach dem Leben. Sollte ich mir um das „wie“ Gedanken machen? Nein. Denn das macht keinen Sinn. Unveränderliche Seele und Wiedergeburt macht keinen Sinn, der Himmel macht keinen Sinn, in ein Nichts aufgehen macht auch keinen Sinn. Wenn mein Leben endet möchte ich sagen können: Ich habe in jedem Augenblick gelebt und alles geliebt und alle meine Liebe spüren gelassen. Das macht Sinn (für mich).

    Liebe Grüße
    Mimo

  8. Gabriela25 Says:

    Liebe Löwenmama,

    ich habe deinen Thread letzte Woche gelesen und habe darüber nachgedacht.
    Also ich sehe es ähnlich wie du, ich glaube an eine Wiedergeburt, jedoch auch auf ein Wiedersehen mit unseren Liebsten.
    Ich glaube Zeit – wie wir sie kennen – existiert dort nicht.
    Daher glaube ich, dass es möglich ist, wiedergeboren zu werden und auch quasi gleichzeitg auf unsere Lieben des vorangegangenen Lebens zu warten.
    Ich hoffe auch das kommt nicht zu esoterisch rüber – bin ich nämlich gar nicht.

    Aber so stelle ich es mir vor, und schön ist es dort natürlich, sodass das Warten für die, die schon vorausgegangen sind nicht zu lange dauert.

    Liebe Grüße und einen Umarmung schicke ich dir,

    Gabriela

  9. JUST-ME Says:

    Liebe Löwenmama,

    auch ich habe kein Bild mehr von dem was nach dem Tod sein wird… ich glaube nicht an Gott, und auch mit dem Bild des Himmels tue ich mir sehr schwer. Am ehesten kann ich mich noch mit der Idee der Wiedergeburt anfreunden, doch habe ich ähnliche Gedanken wie du…. und dennoch bin ich mir sicher: Unser Leben ist nach dem Tod nicht vorbei, irgendwo und irgendwie sind wir noch da, können wir Einfluss nehmen und im positiven Sinn auf die Welt und die Menschen darin einwirken! Zu oft habe ich schon das Gefühl gehabt das meine verstorbene Oma bei mir und meinem Sohn ist, das sie die Hand über uns hält- uns ein bischen den richtigen Weg weißt!
    Ich schicke dir so viel Kraft wie ich kann und denke an euch!!!
    Liebe Grüße
    JUST-ME

    PS: Wir hatten vor drei Tagen Marienkäferbesuch 🙂 der Kleine ist laut brummend durchs Kinderzimmer geflogen ud hat sich dann bei meinem Sohn auf die Wange gesetzt. Der fand das total lustig und wir haben das Käferchen dann raus in den Sonnenschein gebracht. In solchen Momenten muss ich immer an Johannes denken, und daran wie er euch (und vlt ja auch vielen anderen) immer wieder Marienkäferchen schickt.

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