Sternenhimmel

Gestern haben wir den kleinen Löwen am Abend in der Dunkelheit besucht. Ich wollte mal sehen, wie es dort aussieht, wenn es dunkel ist. Wir hatten einen richtig schönen Sternenhimmel über uns, aber keiner leuchtete besonders hervor. Ich hatte irgendwie gehofft, dass einer besonders hervorsticht.

Dort zu stehen, macht mich so hilflos. Ich habe immer das Bedürfnis, dem Löwen etwas zu erzählen, ihm etwas mitzubringen. Aber es reicht nicht. Ich muß immer so weinen, wenn ich ihm erzähle, mich verabschiede, Gute Nacht wünsche.

Wir schlafen immer noch nicht gut. Traumlos, schwer. Richtig erholsam ist das nicht. Ich bin nachts oft wach, surfe mit dem IPhone im Internet. Es fällt mir schwer, durchzuschlafen. Mich einfach umzudrehen, wieder in den Schlaf zu finden.

Ich habe damit begonnen, im Haus zu räumen und zu putzen. Es tut mir gut. Ich habe kein schlechtes Gewissen dem Löwen gegenüber, Sachen zu verräumen. Den Dreck der vergangenen Monate wegzuputzen, ist wie den Mb. Krabbe aus meinem Haus zu vertreiben. Der Löwe gewinnt seine eigenen Ecken. Es ist schöner, seine Sachen gezielt hier und da zu verteilen, als „alten Kram“ einfach rumliegen zu lassen. Aber es fließen auch da Tränen. Heute morgen habe ich seine Anziehsachen in einen Karton geschlichtet. Sie werden bei uns im Schlafzimmer bleiben, wie sein Bettchen, seine Decken, ein kleiner Löwe, den wir behalten haben. Nur die großen haben ihn begleitet.

Der Löwenpapa ist heute auf dem Weg zu seinem neuen Studienort – 600 km weit weg während der Woche. Mich ärgert das ein wenig, dass wir immer wieder das Gefühl haben, dass von außen geurteilt wird, dass er das Studium fortsetzt. Wir haben immer wieder den Eindruck, dass man denkt, er läßt uns im Stich, ihm sei seine Karriere wichtiger. Das war schon im vergangenen Jahr so. Von außen sieht aber keiner, dass uns Strukturen gut tun. Das es weitergehen muß und mußte. Die Welt bleibt ja auch nicht stehen. Ich trage es mit. Ich ertrage es nicht, nein, ich trage es ganz bewußt mit. Wir haben uns gemeinsam zu diesem Weg entschieden.

Überhaupt haben wir das Gefühl, unser Umfeld ist verwundert darüber, dass wir nicht zusammenbrechen. Wundern sich vielleicht, warum wir Ausflüge machen. WIR MUSSTEN HIER RAUS! Wir wollten atmen, Luft holen, einfach hier für den Moment weg. Wir haben mit der Diagnose schon diese lähmende Ohnmacht, diese grausige Hoffnungslosigkeit gespürt und betrauert. Jetzt, wo der Löwe gestorben ist, ist es eine andere Traurigkeit. Ein Loch. Ein sehr stumpfer Schmerz. Eine große Leere, schal und dumpf. Diese Unerträglichkeit, diese grellen Gefühle erlebten wir mit der Diagnose, oder schon im Vorfeld, als wir uns damit auseinandersetzen mußten, dass der Löwe etwas haben könnte, wo man nichts dagegen tun kann. Wir sind auch noch so verdammt abgespalten von uns. Wir können die Gefühle nicht immer zulassen. Aber man spürt diese Verwunderung – von denen, die uns nicht ganz so nahestanden wie manch einer in der letzten Zeit – Verwunderung darüber, warum wir relativ nüchtern sprechen können. Aber ich verstehe, es ist auch sehr schwierig uns gegenüberzutreten. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Unser Motto: „Volle Kraft voraus!“

Grüße von

der Löwenmama

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25 Antworten to “Sternenhimmel”

  1. Sprosse Says:

    Ich schicke Dir einfach mal eine Portion dickes Fell, das kann man angesichts des irgendwann anstehenden Winters eh gebrauchen, und bei Meinungen der Außenwelt kommt es auch ganz gut. Ihr macht das gut, finde ich – habt ein Gefühl dafür, was für _euch_ richtig ist. Und dann _ist_ das auch richtig! *find* Trauer und wie man damit umgeht ist doch genau so individuell wie alles andere auch…
    Viele liebe Grüße!

  2. laelia Says:

    Liebe Löwenmama,
    Es ist ja nunmal so, dass ihr euch bereits mit dem Tod des Löwen auseinander setzen, euch darauf vorbereiten musstet (falls so etwas geht) als er noch gar nicht gestorben war.
    Der Boden wurde euch doch in dem Moment unter den FÜßen weggezogen, als ihr die Diagnose bekamt. Und wie du es schon schriebst, es ist nun eine ganz andere Trauer. Eine Trauer über den nun TATSÄCHLICH eingetretenen Tod. Plötzlich ohne den Löwen sein zu müssen.
    Außerdem kann nunmal keiner sehen, wie es in euch drinnen aussieht. Das ihr diese „Bewegung“ in eurem Leben braucht um weiter machen zu können. Nicht als ob er nie da war, sondern weiter machen, um diesen furchtbaren Mb. Krabbe nicht siegen zu lassen.
    Das du ihn „wegputzt“ und ihr die SCHÖNEN Erinnerungen an euren Löwen in der WOhnung hervorhebt ist eine Gute Therapie finde ich :).
    Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin ;-). IHR wisst was gut für EUCH ist. Nicht andere.

    Lass dich drücken und habt noch schöne Sonnentage bei euch :).

  3. Maria Says:

    Liebe Löwenmama, dein post liest sich fast wie eine Rechtfertigung für euren persönlichen Weg zu trauern. Deine Beweggründe dies zu schreiben kann ich gut verstehen, jedoch macht es mich sehr traurig, dass dich die Reaktionen deines Umfeldes dahin gebracht haben. Absolut niemand hat das Recht über den Weg eurer Trauer zu urteilen! Ihr müsst das machen, was sich für euch richtig anfühlt! Schaut auf euch und lasst euch ein dickes Fell wachsen. Ihr braucht eure Kraft jetzt für euch!
    Was du mit dem abgespalten sein beschreibst, klingt in meinen Augen völlig plausibel. Es braucht eine Weile, bevor ihr richtig realisiert was eigentlich passiert ist und die Ausmaße richtig begreift. Ich meine nicht nur kognitiv sondern auch vom Gefühl her.
    Der Schutzmantel, der euch die letzten Monate umgeben hat, fällt nur nach und nach. Und das ist auch gut zu. Der Moment des Zusammenbruchs wird sicherlich früher oder später in irgendeiner Form kommen und dann ist es gut wenn ihr funktionierende Strukturen im Alltag habt und hoffentlich viele tragende Hände die euch auffangen!
    Das dein Mann sein Studium wieder aufnimmt finde ich auch plausibel. Den richtigen Zeitpunkt dafür kann nur er selber bestimmen. Hast du nicht mal geschrieben, das ihm ein bißchen räumlicher Abstand gut tut und für ihn konstruktiv ist? Das heißt ja noch lange nicht, dass er vor seiner Trauer davon läuft!
    Ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Folgen, wenn seine Einkommen weg bliebe. Damit wäre niemanden geholfen.
    Geht weiter euren Weg wie ihr ihn für richtig haltet und lasst euch von niemandem beirren. Ihr macht das toll!

    Eines wollte ich noch schreiben: Euer Löwenbaby wird immer einen Platz in meinem Herzen behalten!

  4. greenhearted Says:

    Liebe Löwenmama,
    Sprosse und Laelia haben es schon ganz gut beschrieben. Wer weiß denn schon, wie es euch geht, was für euch jetzt das Richtige ist? Ihr trauert schon so lange. Ihr allein könnt am besten beurteilen, wie ihr jetzt weitermachen wollt. Ein anderer muss das überhaupt nicht verstehen müssen! Deshalb lasst euch nicht von eurem Weg abbringen. Was würde es euch helfen, wenn der Löwenpapa sein Studium abbräche? Vorrübergehend mehr räumliche Nähe – ja, aber was wäre der Preis dafür? Eure Lebenspläne noch mehr umzuwerfen, als es das Schicksal eh schon getan hat? Wozu? Nein, wenn ihr als Familie dieses Studium mittragt – nicht ertragen müsst – dann gibt es keinen Grund es abzubrechen. Da gibt es doch diesen Song von den Ärzten: „Lasse redn“…!
    Dein Putzen und Aufräumen, den Mb. Krabbe aus dem Haus zu vertreiben, das ist wieder ein Schritt nach vorne! Sich von belastenden Dingen trennen, Schönes in den Vordergrund heben, das fördert das Wohlbefinden. Ich kann mir vorstellen, dass dir die Aktivität gut tut.
    Ich habe gesten Abend lange in den wolkenlosen Himmel geschaut, ins unendliche tiefe Blau. Einige Sterne konnte ich sehen und dachte an euren Löwen. Plötzlich hörte ich Vögel am Himmel, vielleicht waren es Gänse. Ich konnte sie nicht sehen, aber ich wusste sie sind da. Hören ist einer unserer Sinne, Fühlen ist auch einer. Und wenn du dich dem Löwen nah fühlst, nimmst du ihn mit deinen Sinnen wahr, dann ist er auch da!
    Viele liebe Grüße, greenhearted

  5. "ella" Says:

    Die anderen urteilen gern. Am liebsten über Situationen und Emotionen, die sie nicht kennen und glauben aus der Ferne einschätzen zu können.

    Liebe Löwenmama, so lange es EUCH gut geht und IHR FÜR EUCH das Beste macht, aus dem, was euch in die Hände gegeben wurde, ist es gut. Ich finde es sehr bemerkenswert und toll, wie euer Zusammenhalt ist. Und eure Art, zu versuchen, mit dem Schmerz umzugehen und ihn in einen neuen Alltag zu integrieren.

    Denk nicht, Du müsstest Dich irgend jemandem erklären.

    Hilflos fühle ich mich auch, wenn ich lese. So gerne will amn helfen und doch weiß man – man kann gar nicht. Ich wünsche euch das Beste!

    ella

  6. Nicoledart Says:

    Hallo Löwenmama,

    auch hier nochmal mein herzliches Beileid.
    Ich finde es absolut richtig wie Ihr mit der Trauer umgeht….Ihr habt für Euch den Weg gefunden der für Euch am besten ist.
    Es wird immer wieder Leute geben die damit nich einverstanden sind oder zurechtkommen aber wichtig ist das Ihr jetzt nach Euch schaut und nicht nach anderen.
    Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute

    LG Nicole

  7. Maikaeferchen Says:

    Ich möchte ella zustimmen.
    Ihr müsst euch für gar nichts rechtfertigen, oder euch gedrängt fühlen eure Art zu Trauern gegenüber Anderen zu erklären.

    So als Außenstehende finde ich es bemerkenswert, wie Du mit der ganzen Situation umgehst. Du bist traurig und da ist ein riesiges Loch und es ist schwer, aber du bist trotzdem so klar in deinen Gedanken und irgendwie reflektiert, schon fast „positiv“ und wie du zu deinem Mann und seiner (eurer) beruflichen Entscheidung stehst.

    Nur so kann man einen so schweren Schlag als Familie einigermaßen heil überstehen und noch enger zusammen wachsen.

    Ich bin weiter in Gedanken bei Euch und dem Löwen.

    Maika

  8. Püppi Says:

    Liebe Löwenfamilie,
    ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen: was kümmern Euch die Leute?
    Geht EUREN Weg, nicht den, den sich Euer Umfeld wünscht!
    Starke Nerven und einen Hauch „scheißegal-Gefühl“ wünsche ich Euch! Die Erinnerung an Euren Löwen kann Euch sowieso niemand nehmen, was geht es also die Leute an, wie Ihr mit Eurer Trauer umgeht!?
    Die Symbolik Deiner Putzaktion finde ich wunderschön – richtig so, Kehraus für das Schwein Morbus Krabbe!

  9. K. Says:

    Hattest du nicht mal die Idee mit den roten Luftballons für Eltern, die ein Kind gehen lassen mussten? Da kommt so ein kleiner frecher (roter!) Marienkäfer und grüßt euch lieb. Und dann gleich noch einer – auch wieder rot – der deinem Mann den Nacken krault…
    Ich freue mich und hatte so gehofft, dass du das erleben darfst.
    Zu den Leuten noch ein Wort: ich wünsche euch und ganz besonders dir, dass du dir über solche Dinge keine Gedanken machen musst.

    Ein lieber Gruß nach oben.

  10. aliena Says:

    Liebe Löwenmama,
    die Leute wundern sich über alles, was nicht ihren Vorstellungen entspricht – oder dem, von dem sie glauben, dass es i.h.r.e Vorstellungen sind, was aber im Grunde nur gesellschaftlich verfestigte Konventionen sind. Und dazu: die einen wundern sich nur, andere leiten daraus auch noch ein Urteil ab, bzw. das Recht, über andere Menschen zu urteilen. Ziemlich anstrengend oft – und in einer Situation wie der euren einfach nur etwas, das man so überhaupt nicht braucht. Also ich wünsche euch, dass ihr keine Energie aufwenden müsst für Gedanken über solche Leute. Ihr geht euren Weg, ihr geht ihn bewusst und gemeinsam und unglaublich stark. Dafür braucht ihr schon alles, was ihr an Energie und Kraft aufwenden könnt! Ihr seid so auf Draht.
    Gestern Abend im Bett hab ich lange und intensiv an das Löwenbaby gedacht – hab ihn gefragt, wo und wie er jetzt wohl ist. Und wie wunderbar es ist, dass er mit euch kommuniziert. Und in dem tranceartigen Bewusstseinszustand kurz vor dem Wegschlafen hab ich etwas empfangen, das mir wie ein Zeichen vorgekommen ist. Etwas ganz Ähnliches ist mir bei der Geburt passiert, kurz bevor der Kopf meines Kindes durchgetreten ist. Da hab ich etwas „gesehen“. Das Löwenbaby ist jetzt anders, als es vorher war. Aber es ist so präsent, es hat so viele Menschen berührt und verändert.
    Auch ich wünschte, ich könnte dir in deinem unermesslichen Schmerz irgendwie helfen. Leider geht das nicht. Nur meine (und viele andere) Gedanken und Wünsche können bei euch sein. Liebe Löwenmama, für heute Nacht wünsche ich dir Schlaf, der zumindest deinem Körper gut gut.
    aliena

  11. SarahLou Says:

    Liebe Löwenmama

    Sollen die anderen doch denken… würdet Ihr es anders machen, fänden sie auch das merkwürdig. „Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ Und ja auch nicht können muss.

    Du klingst, als wüsstest Du sehr genau, als wüsstet IHR sehr genau, was Euch nun gut tut und das ist doch das Wichtigste.

    Alles Liebe

  12. mause Says:

    Liebe Löwenmama,

    ich glaube auch, dass niemand auch nur annähernd beurteilen kann und darf, was für euch der richtige Weg ist, mit eurer Trauer umzugehen.
    Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für euch enorm wichtig ist, langsam wieder ins „normale Leben“ zurückzufinden. Die letzten Monate waren ja ein dauerhafter Ausnahmezustand für die ganze Familie.

    Daher wünsche ich Dir und vor allem auch den Löwengeschwistern erst einmal wieder die ersten Alltagsmomente, in denen es auch um die ganz normalen Kleinigkeiten gehen darf – aber auch noch den ein oder anderen Marienkäferbesuch!

    Liebe Grüße
    Barbara

  13. Steffi Says:

    liebe Löwenmama, liebe Löwenfamilie,
    ich habe die erfahrung gemacht, dass es anders ist, wenn jemand über längere zeit krank ist und dann sterben muss, als wenn jemand zb einen unfall hat und ganz plötzlich stirbt. durch die krankheit leistet man schon ganz viel trauerarbeit noch während der geliebte mensch da ist. man verabschiedet sich noch zu lebzeiten, ganz bewusst und sehr sehr schmerzvoll. man fürchtet den tag, an dem der tod kommt und ist danach dann doch seltsam erleichtert, befreit. die helferin der diakonie, die zu uns kam als mein papa nach langer krankheit gestorben war, sah ihn und sagte „jetzt hat er es geschafft“. und so ein gefühl war das dann auch, trotz aller trauer. denn schmerz und leid waren schwer zu ertragen, für uns alle. vielleicht geht es euch ähnlich – neben der trauer ist auch eine art erleichterung (es gibt wohl kein anderes wort dafür, obwohl es nicht ganz passt) da, dass der geliebte mensch nicht mehr leiden muss, nicht mehr krank sein muss. und da passt es genau dazu, dass man raus geht, luft einatmet, die sonne auf dem gesicht spürt, den blauen himmel genießt. ihr lebt und seid gesund, dafür dürft ihr doch auch froh und dankbar sein. und eure zwei kinder brauchen jetzt auch wieder ein stück normalität. glaube ich.

    ihr macht alles richtig. lasst euch vom umfeld nicht irritieren. was wissen die schon?

    ich denke jeden tag an euch.

  14. Anja Says:

    Liebe Löwenmama, du bist phantastisch! Wie unbeirrt du deinen Weg gehst hat meinen ganzen Respekt. Daran ändert auch nichts, dass du manchmal an dir oder dem SChicksal oder was-auch-immer zweifelst. Mach´ weiter so. LG, Anja

  15. orchidee Says:

    Wer nicht monatelang mit euch in diesem dunklen fensterlosen Raum sitzen musste, darf sich auch nicht nur im Entferntesten ein Urteil anmaßen. Fürs Trauern gibt es keine Regeln, kein vorgeschriebenes Tempo, kein Richtig oder Falsch.
    Schließlich habt ihr ja noch 2 Kinder und schon für sie ist es sicherlich wichtig, dass ihr versucht irgendwie Alltag, Struktur und Normalität beizubehalten.
    Bei euch stand so lange alles Kopf, da ist doch nur verständlich, dass ihr ein Verlangen habt, die Dinge im Alltag wenigstens ansatzweise wieder geradezurücken.

  16. die grüne K. Says:

    Liebe Löwenmama,
    ich möchte dir auch Mut machen, dass ihr es genauso, wie ihr es macht, richtig macht! Es ist egal, was andere Leute darüber denken – ihr müsst euch damit gut fühlen – und sonst keiner!
    Deine Verzweiflung darüber, dass du das Gefühl hast, den Löwen im Stich zu lassen, kann ich verstehen. Ich denke aber nicht, dass du ihn im Stich lässt – du bist bin zum Schluß an seiner Seite gewesen, er war nie allein, nicht als er starb und wird es jetzt auch nie sein. Und er ist auch immer bei euch: er ist da, wenn du deinem Mann in die Augen siehst, er ist da, wenn du deine beiden Großen anschaust, er ist da, wenn du dich freust und wenn du weinst. Er ist ein Teil von dir und das wird er immer bleiben.

    Liebe Grüße,
    die grüne K.

  17. kama Says:

    Ihr macht es genau richtig – nur ihr könnt jetzt wissen was ihr braucht, was euch gut tut, was euch hilft. Kein Mensch hat das Recht über euch zu „urteilen“. Jeder Mensch trauert anderst, geht mit Schmerz, Trauer, Wut und Hilflosigkeit ganz unterschiedlich um -und muss letztendlich auch seinen eigenen Weg dafür finden.
    Ich wünsch euch weiterhin soviel Kraft und Stärke,
    ganz liebe Grüße
    kama

  18. Marit Says:

    Weißt du, ich kenne jemanden, der hat, nachdem seine Frau an Krebs gestorben war, innerhalb weniger Tage angefangen, den Motorradführerschein zu machen und sich eine Harley gekauft.
    Ich weiß, dass er sehr traurig war. Und er hatte Freude an der Harley. Das war sein Weg.
    Für Trauer gibt es keine Regeln, und wer das nicht respektieren kann, dessen Meinung zählt nicht. Ihr trauert ja nicht für „die Leute“, sondern ihr trauert einfach. Und ihr müsst irgendwie gleichzeitig sowas wie leben.
    Scher dich nicht drum, wie das andere sehen. Ihr müsst euren Rhythmus zwischen abspalten, trauern, leben, erinnern usw. ganz alleine finden, und niemandem steht da ein Urteil zu.

  19. Maren Says:

    Gut so. „Volle Kraft voraus“ ist ein gutes Motto. Und niemand hat das Recht irgendweine Handlung oder was auch immer von Euch zu verurteilen.

    Herzliche Grüße von
    Maren und Hayo

  20. impatient Says:

    liebe löwenmama!
    lasst euch bitte nicht verrückt machen von außenstehenden. was wissen die denn schon, wie es in euch aussieht? gar nix wissen die. jeder trauert anders- egal wie lang, wie heftig, wie laut oder leise, zu welcher tageszeit, gemeinsam oder alleine… ganz individuell. geht euren weg, den ihr als familie gehen wollt- ohne rücksicht auf andere leute. nur IHR zählt. ich wünsche dir, dass du die bilder aus dem kopf bekommst, die du nicht sehen möchtest und dass deine erinnerungen irgendwann nicht mehr so arg wehtun.
    mit den marienkäfern ist echt ein schönes zeichen! irgendwer schrieb mal was von einem schmetterling- gestern flog ein schmetterling an uns vorbei und ich musste sofort an euch denken.
    eine ganz dicke umarmung von impatient!

  21. lizzie Says:

    Liebe Löwenmama

    Lass dich von fremden Menschen in deinem Umfeld nicht verrückt machen. Deine Trauer ist DEINE Trauer und wie du trauerst braucht keine Erklärung und keine Rechtfertigung. Egal, ob du es in den Augen der Menschen „richtig“ oder „falsch“ machst.

    Ich finde es wunderbar, dass du dich darum kümmerst, dass der kleine Löwe seine schönen Plätzchen in eurem Zuhause bekommt. Damit bekommt er den Platz in eurem Alltag, den er verdient hat, aber vielleicht mit etwas weniger „Schwere“, weil die ganzen medizinischen Gerätschaften nicht mehr so sichtbar herumstehen.
    Ich bin sicher, dass sich dadurch auch die wunderbaren Erinnerungen an den kleinen Kerl einstellen.

    Ich schicke euch auch heute viel Sonne und viel Kraft. Wenn du glaubst, den Boden unter den Füssen zu verlieren, dann schau dich um und du wirst einen kleinen Gruss von dem Löwen bekommen, wie die lustigen Marienkäfer.

    Er ist immer bei euch, einfach in einer anderen Form. Er wird dich nie allein lassen.

    Alles Liebe
    Lizzie

  22. Tinkerbell Says:

    Das Umfeld urteilt ja gerne mal, weiß genau was richtig ist und versteht nicht. Dabei gibt es wohl nix Individuelleres als den Weg des Abschieds, der Trauer und der Neuordnung des eigenen Lebens.
    Ich finde es super, dass ihr das tut, was euch gut tut, was euch wichtig ist. Was Andere erwarten kann euch wo vorbei gehen, echt!

  23. Gerda Hirsch Says:

    Liebe Löwenmama,

    „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“
    ich möchte Dir liebe Löwenmama ein dickes Kraftpaket senden.
    Kümmere Dich nicht um Andere.
    Was wissen die schon…….Du bist Niemanden eine Rechenschaft schuldig!
    Herzliche Grüße aus dem Norden,
    Gerda

  24. Spretze Says:

    Hallo liebe Löwenfamilie,

    auch ich finde, dass ihr euch niemandem gegenüber rechtfertigen müsst, aber natürlich bemerkt man die Blicke unde ventuell auch Getuschel. Sich damit jetzt auch noch befassen zu müssen finde ich sehr schade. *drück*
    Auch in den Bergen, beim Wandern, Spazieren und sonstigem ist der Kleine doch bei euch, warum also daheim sitzen.

    Ich wünsche weiterhin viel Kraft!

    Lieben Gruss
    Spretze

  25. aliena Says:

    Liebe Löwenmama,
    nach wie vor jeden Tag in Gedanken bei euch..
    Ihr verbringt hoffentlich gerade Tage, die euch gut tun.
    aliena

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