„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!“

Ich bin nun für mich so weit, dass ich ihm abends ne Kerze anzünde, damit er seinen Weg findet. Krank, oder? Ich halte das gerade nicht mehr aus. Würde er einfach einschlafen, wäre es das eine. Das, was gerade ist, ist das andere.

Ich hab Angst vor den Momenten, wo er schreit, leidet, krampft, ich nicht einschätzen kann, was schon wieder ist und völlig überfordert bin. Wir haben saublöde Nächte.

Es fühlt sich für mich inzwischen gut an, ihn mit Luminal „vollzuknallen“ (das zieht ihm schon ziemlich den Stecker), weil er dann schläft und die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass er nicht wieder losschreit. Das hört sich unmenschlich an zum Teil.

Ich wünsche meinem Löwenkind, dass es ganz friedlich einschläft. Meine Grenzen an Erträglichem sind völlig überschritten. Ich kann dieses Taktile, ihn fühlen, wenn er in meinem Arm hustet, krampft, nicht mehr aushalten. Limit. Es geht nicht mehr. Ich bin bereit dazu, dass er geht. Ob er bereit ist, weiß ich nicht. Ich red ihm gut zu.

Sein Schutzengel ist schon oft hier, er schaut oft plötzlich mit ganz offenen Augen hin und her und nach oben. Auch in dunkle Ecken. Sonst schaut er ja nur noch dahin, wo es ganz hell ist. Kinder können Engel sehen. Er muß jetzt nur noch die Hand nehmen. Aber vielleicht streckt sie ihm sein Schutzengel noch nicht entgegen.
Max Liebermann ist für mich heute mein persönlicher Held. Der Mann hat es erfasst.

„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!“

Wie recht er hat!

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