verzweifelt

Mir gehts ziemlich beschissen. Heute Nachmittag kommt meine Schwägerin, so bin ich wenigstens nicht den ganzen Tag allein. Morgen kommen meine Eltern wieder und abends ist der Löwenpapa zurück.

Ich habe so große Angst davor, dass mein Löwenbaby nicht bei mir bleiben kann, dass er einfach zu krank ist. Er war gestern recht matt, ich weiß nicht, ob noch von der Kurznarkose oder der Energie, weil er ja gespuckt hatte. Ich hab ihm sein Mobile mit den Zwitscherlingen gezeigt und wir haben viel zum Fenster raus gesehen, ich habe ihm erzählt, wie schön die Welt ist und wieviel es dort noch zu entdecken gibt, dass ich ihm im August den Sand auf Rømø zeigen möchte. Er hat sehr aufmerksam zugeschaut und gehorcht.

Man darf mir mein Baby nicht wegnehmen, es ist in meinem Bauch gewachsen und ich habe es geboren. Ich weiß, dass es mir nicht gehört, aber es wurde mir anvertraut, um es ins Leben zu begleiten und nicht daraus hinaus.

Heute Nacht war er viel wach, wollte nur in meinem Arm schlafen, ich konnte ihn kaum ablegen. Er hat sich oft durchgestreckt und dabei geweint. Ich weiß nicht, ob es ihm weh tut oder nur sehr unangenehm ist. Vielleicht trinkt er deswegen so schlecht und nimmt nicht zu, weil er mir so sagen will, dass für ihn das Leben so nicht lebenswert ist? Ist es so nicht schön genug, um bei mir sein zu wollen? Mich zerreisst dieser Gedanke, dass ich ihn hergeben muß. Ich bin so verzweifelt. Diese Gedanken treiben mich in den Wahnsinn. Ich habe ihm heute Nacht aber versprochen, dass ich ihn gehen lasse, wenn ihm leben nicht gut tut. Scheiße, das tut so weh.

Ich hoffe, er trinkt heute wieder gut und ißt vielleicht nachher etwas Brei, damit er zu Kräften kommt. An dem kleinen Kerl ist nichts dran. Es macht mich ganz kaputt ständig überlegen zu müssen, ob er genug trinkt, wohl genug Kalorien bekommt, schiß zu haben, dass die nächste Mahlzeit gleich wieder retour kommt. Wobei seit gestern morgen alles drin geblieben ist. Ich wäre gern mal wieder unbeschwert. Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht. Diese Angst sitzt mir im Nacken. Ich fühle mich getrieben und stehe dauernd unter Streß. Ich habe Hunger und kann nicht essen. Ich krieg einfach nichts runter.

Ich möchte, dass dieser Horror endlich ein Ende hat. 😦 Vielleicht rufe ich heute mal meinen Hausarzt an. Ein Psychologe hat sich noch nicht bei mir gemeldet. Würde mich interessieren, wie die „schnell“ definieren, denn dass sich „schnell“ wer bei mir meldet, wurde mir zugesichert.

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